Landscapes
Licht · Atmosphäre · Wahrnehmung
In den Landschaften von Lars Reiffers steht weniger die Beschreibung eines bestimmten Ortes im Mittelpunkt als die Erfahrung von Licht, Entfernung und Atmosphäre.
Wasser und Spiegelungen spielen dabei eine besondere Rolle. Ihre Oberflächen verändern sich ständig durch Bewegung, Wetter und Licht. Eine Spiegelung ist sichtbar und besitzt dennoch keinen festen Körper. Tiefe und Oberfläche existieren gleichzeitig.
Diese Uneindeutigkeit macht Landschaft für Reiffers zu einem malerischen Erfahrungsraum. Ein Horizont, eine Wasserfläche oder ein Lichtreflex können räumliche Tiefe erzeugen und sich im nächsten Moment in reine Farbe und Fläche verwandeln.
Die Bilder entstehen aus Beobachtung und fotografischen Ausgangspunkten, lösen sich im Malprozess jedoch zunehmend von der konkreten Vorlage.
Farbe beschreibt nicht nur einen Ort, sondern erzeugt eine eigene Stimmung und räumliche Wirkung.
Landschaft erscheint dadurch nicht als etwas Festes oder Dauerhaftes, sondern als vorübergehende Wahrnehmung.
Wetter verändert sie. Licht verändert sie. Bewegung verändert sie.
Und auch der Blick des Betrachters ist Teil dieser Erfahrung.
Die Gemälde versuchen deshalb nicht, Landschaft einfach festzuhalten. Sie untersuchen, wie Atmosphäre in Malerei entstehen kann.
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