Fish
Körper · Oberfläche · Licht
Fische gehören seit den Anfängen der künstlerischen Arbeit von Lars Reiffers zu seinen wiederkehrenden Motiven.
Aus dem Wasser herausgelöst, werden sie zu Gegenständen konzentrierter Betrachtung. Schuppen, Haut, Feuchtigkeit und reflektiertes Licht erzeugen eine Oberfläche, die zugleich körperlich und beinahe abstrakt erscheint.
Gerade diese Spannung interessiert Reiffers. Je genauer der Blick wird, desto stärker beginnt sich der Gegenstand zu verändern. Eine Schuppe wird zu einem Farbfleck, eine Spiegelung zu einer eigenen Form, ein dunkler Bereich zu reiner Fläche.
Der Fisch bleibt erkennbar und verliert zugleich seine Eindeutigkeit.
Damit verbindet die Serie die Tradition des Stilllebens mit einer sehr unmittelbaren malerischen Frage: Wie lässt sich Nässe, Licht, Materialität und Körperlichkeit in Farbe übersetzen?
Die Ölfarbe spielt dabei eine besondere Rolle. Ihr Glanz, ihre Transparenz und ihre Schichtung stehen in einer direkten Beziehung zur Oberfläche des Motivs.
So wird der Körper zunehmend zur Oberfläche, die Oberfläche zu Farbe und Farbe schließlich zu Malerei.
Die Serie bewegt sich damit an der Grenze zwischen Gegenstand und Bild — zwischen körperlicher Präsenz und malerischer Auflösung.
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