Bilderlager
Nicht alle Bilder befinden sich zugleich im Sichtfeld der Öffentlichkeit. Viele Arbeiten ruhen über längere Zeit im Atelier oder im Lager, stehen an Wänden, sind gestapelt, verpackt oder warten auf eine neue Präsentation. Auch dieser Zustand gehört zur Wirklichkeit der Malerei.
Im Bilderlager zeigt sich die Arbeit nicht mehr als einzelne, isolierte Erscheinung, sondern als Bestand, als Entwicklung und als Folge von Entscheidungen über Jahre hinweg. Dort begegnen sich ältere und neuere Arbeiten, unterschiedliche Werkgruppen und Formate. Das Lager ist damit nicht bloß Aufbewahrungsort, sondern ein stiller Resonanzraum des eigenen Werks.