Im Atelier
Das Atelier von Lars Reiffers befindet sich in einer alten Dorfschule in Nümbrecht, im Oberbergischen Land nahe Köln. Der historische Bau aus dem Jahr 1851 ist nicht nur Arbeitsraum, sondern auch Rückzugsort, Archiv, Experimentierfeld und Begegnungsraum für Malerei.
Hier entstehen die Gemälde der Serien Spaces, Flowers, Fish und Landscapes – Arbeiten in Öl auf Leinwand, die sich mit Wahrnehmung, Licht, Atmosphäre, Bildraum und malerischer Oberfläche beschäftigen. Das Atelier ist dabei mehr als ein funktionaler Ort: Es prägt den Rhythmus der Arbeit, die Konzentration auf das Bild und den Dialog zwischen Natur, Architektur und Malerei.
Atelierbesuch
Atelierbesuche in Nümbrecht sind nach Vereinbarung möglich. Besucherinnen und Besucher erhalten Einblick in aktuelle Arbeiten, Werkserien, Skizzen, Materialien und den Entstehungsprozess der Gemälde.
Ein Atelierbesuch eignet sich für Sammlerinnen und Sammler, Galerien, Kuratorinnen und Kuratoren sowie für alle, die die Malerei von Lars Reiffers im direkten Umfeld ihrer Entstehung erleben möchten.
Virtueller Rundgang
Wer das Atelier zunächst online entdecken möchte, kann einen virtuellen 3D-Rundgang durch die Alte Schule machen. Der digitale Atelierbesuch gibt einen ersten Eindruck von Arbeitsräumen, Atmosphäre und Umgebung.
3D-Atelier besuchen (Matterport)
Das Atelier als Denkraum
Das Atelier ist mehr als ein Ort, an dem Bilder produziert werden. Es ist ein Raum der Konzentration, des Vergleichens, des Prüfens und des erneuten Sehens.
Farben für Blumen
Blumen scheinen auf den ersten Blick ein dankbares Motiv für Farbe zu sein, gerade weil sie so unmittelbar mit Schönheit und Farbigkeit verbunden werden. In der Malerei ist das jedoch komplizierter.
Bilderlager
Nicht alle Bilder befinden sich zugleich im Sichtfeld der Öffentlichkeit. Viele Arbeiten ruhen über längere Zeit im Atelier oder im Lager, stehen an Wänden, sind gestapelt, verpackt oder warten auf eine neue Präsentation.
Wann ist ein Bild fertig?
Die Frage, wann ein Bild fertig ist, lässt sich nicht allein technisch beantworten. Ein Werk ist nicht einfach dann abgeschlossen, wenn jede Stelle ausgearbeitet ist. Oft braucht ein Bild gerade offene Zonen, damit seine Spannung erhalten bleibt.
Licht im Atelier
Wie ein Bild erscheint, hängt wesentlich vom Licht ab, unter dem es gesehen wird. Im Atelier ist Licht deshalb nicht bloß Bedingung der Arbeit, sondern Teil des malerischen Prozesses selbst.
Pinsel, Spuren, Farbreste
Werkzeuge und Arbeitsmaterialien gehören zur sichtbaren Wirklichkeit der Malerei. Pinsel, Tücher, Farbreste oder Gläser zeigen, dass ein Bild nicht immateriell entsteht, sondern aus einem körperlichen und zeitlichen Prozess hervorgeht.
Zwischenzustand eines Bildes
Ein Bild entsteht nicht in einer geraden Linie. Es entwickelt sich in Phasen, in Verdichtungen und in Momenten, in denen wieder etwas geöffnet oder zurückgenommen werden muss.
Die Palette als Arbeitsfläche
Auf der Palette werden Farben nicht nur gemischt, sondern in Beziehung gesetzt. Bereits hier beginnt die malerische Entscheidung: Welche Temperatur soll ein Ton haben, wie stark darf ein Kontrast werden, wie weit lässt sich eine Farbe öffnen oder binden?